Lernzeit

OGS Burg Hackenbroich

 

Lernzeit in

der OGS Burg Hackenbroich

Lernzeit Infos auf arabisch

Lernzeit Infos auf türkisch

 

Lernzeit

 

Der Begriff Lernzeit beinhaltet die aufgegebenen Hausaufgaben durch die Lehrer und darüber hinaus noch weitere Möglichkeiten Inhalte zu vertiefen und zu üben.

 

Lernzeitgruppen

 

Die Gruppenleitungen beraten zu Schuljahresbeginn über die optimale Zusammenstellung der festen Lernzeitgruppen. Ziel ist es, eine Gruppe zu formen, in der sich die Kinder bestmöglich konzentrieren können.

 

Zeiten

 

„Hausaufgaben sollen so bemessen sein, dass sie, bezogen auf den einzelnen Tag, in folgenden Arbeitszeiten erledigt werden können:

für die Klassen 1 und 2 in 30 Minuten, für die Klassen 3 und 4 in 45 Minuten

 

Angelegt an diese Vorgabe, arbeiten unsere Kinder in der Lernzeit.

Alle Kinder erledigen die Hausaufgaben in der Zeit von 13:50 – 14:55 Uhr.

Es gibt zehn Lernzeitgruppen mit einer durchschnittlichen Größe von ca. 12 Kindern.

 

Jedoch kommt es vor, dass Kinder die in ihrer Lernzeit nicht fertig geworden sind, aus eigener Motivation noch ihre Aufgaben fertig stellen möchten. Diesem Wunsch möchten wir uns nicht versperren. Somit können Kinder, wenn sie es möchten, nach 15:00 Uhr in ihrem Gruppenraum, nur insofern sie im Anschluss kein Bildungsangebot belegen, ihre Hausaufgaben fertig stellen.

 

Sollten Ihre Kinder häufig in der pädagogischen Begleitung der Lernzeit Ihre Hausaufgaben nicht beendigen können und somit in der Konsequenz häufig am Abend noch mit der Fertigstellung ihrer Hausaufgaben beschäftigt sein, bitten wir Sie, das Gespräch mit uns und der Klassenlehrerin zu suchen. Denn eine Beschäftigung mit den Hausaufgaben weit über das vom Gesetzgeber bestimmte Maß, wird dem jeweiligen Kind und seinen individuellen Fähigkeiten nicht gerecht.

 

Personal

 

Pädagogisch begleitet werden die Gruppen jeweils von einem Pädagogischen Mitarbeiter der OGS oder einem Lehrer. An manchen Tagen betreuen beide Kräfte gleichzeitig die Lernzeit. Ziel ist es, den Kindern eine ruhige Arbeitsatmosphäre zu bieten, in der sie selbstständig ihre Hausaufgaben erledigen können.

 

Räume und Arbeitsplätze

 

Die Kinder der OGS machen ihre Lernzeit in den Klassenräumen.

 

Jedes Kind erhält einen festen Sitzplatz. Die Kinder haben einen eigenen Tisch mit mindestens einem Sitzplatz Abstand zum Nachbarn, sowie genügend Platz für ihre Arbeitsmaterialien. Die Kinder profitieren von den ritualisierten Abläufen.

Sie müssen sich nicht erst neu im Raum orientieren, sondern können sich gleich auf die Hausaufgaben einlassen.

 

Ein strukturierter Arbeitsplatz erleichtert das Erledigen der Hausaufgaben.

Die Kinder haben die Aufgabe ihren aufgeschlagenen Lernbegleiter, ihre Federmappe und ihre Post/ Pendelmappe auf den Tisch zu legen. Sie und der Pädagogischer Mitarbeiter sehen somit was zu tun ist, passendes Arbeitsmaterial steht ihnen zu Verfügung und wir haben die Möglichkeit Einblick in den Briefverkehr zwischen Klassenlehrer, OGS und Eltern zu nehmen. Für die Kinder gilt die Regel, nur das Heft, Buch oder Ordner einer Hausaufgabe auf den Tisch zu legen. Somit bleibt der Arbeitsplatz übersichtlich.

 

Sollte Ihr Kind mal passendes Schreibwerkzeug nicht zur Verfügung haben oder ein Heft ist voll geschrieben, haben wir für diese Fälle sämtliche Räume mit einer OGS Materialkiste ausgestattet, in der ihr Kind neben Schreibutensilien auch Schmierblätter, Rechnen- und Schreibhilfen findet.

 

Die Lernzeit startet immer mit dem festen Ritual, dass die Kinder vom päd. Mitarbeiter nacheinander aufgerufen werden und ihre Hausaufgaben benennen. Diese werden durch den Mitarbeiter in ein Hausaufgabenprotokoll eingetragen. Erst dann fangen alle Kinder gemeinsam mit den Hausaufgaben an. Fertige Hausaufgaben schauen wir durch und weisen ggf. auf Fehler hin, die die Kinder im Anschluss verbessern können. Eine Unterschrift mit dem Bleistift auf den Hausaufgaben bedeutet, es wurde verbessert und die Hausaufgabe ist abgeschlossen. Der päd. Mitarbeiter füllt das Hausaufgabenprotokoll mit den Informationen, wie die Kinder gearbeitet haben und ob sie fertig geworden sind, das Gleiche wird im Lernbegleiter für die Eltern und Lehrer dokumentiert.

 

Kinder, die vor der Zeit fertig geworden sind, dürfen im Anschluss sich noch leise beschäftigen. Der päd. Mitarbeiter entscheidet, ob dies durch ein Ausmalbild, Übungsblätter oder lesen geschieht.

 

Das Ende der Lernzeit schließt ebenfalls ein festes Ritual ab. Die Kinder werden wieder durch den päd. Mitarbeiter aufgerufen. Diesmal sollen die Kinder eine Rückmeldung geben, über ihr Arbeitsverhalten. Gut gearbeitet heißt, sie waren leise und haben ihre Aufgaben geschafft, ein lachender Smilie ist die Belohnung dafür. Wenn die Kinder gestört haben oder beim Arbeiten abgelenkt waren, bedeutet dass es gibt für den heutigen Tag einen traurigen Smilie. Bei einem lachenden Smilie gibt es eine kleine Leckerei.

 

Im Anschluss an die Smilieliste stellen die Kinder die Stühle nach oben und verlassen gemeinsam mit dem päd. Mitarbeiter den Klassenraum.

 

Während der Lernzeit dürfen die Kinder trinken und auf Toilette gehen.

 

Wie wird geholfen?

 

„Hausaufgaben müssen in ihrem Schwierigkeitsgrad und Umfang die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen und von diesen selbstständig, das heißt ohne fremde Hilfe, in angemessener Zeit gelöst werden können.“

Runderlass des Kultusministeriums (Hausaufgaben in der Primarstufe)

 

Das heißt nicht, dass wir Ihren Kindern nicht helfen. Im Gegenteil, der Pädagogische Mitarbeiter hat die Aufgabe dem Kind, das alleine nicht weiterkommt so zu helfen, dass es wieder selbstständig seine Aufgaben fortführen kann. Das Kind signalisiert mit stillem Melden seinen Hilfebedarf. Oft reicht schon die Aufforderung die Aufgabenstellung gewissenhaft durchzulesen, damit das Kind selbstständig weiterarbeiten kann. Manchmal bedarf es auch mehr Hilfe, dann setzt sich der Pädagogische Mitarbeiter zum Kind oder die Kinder helfen sich gegenseitig. Denn oft wissen die Kinder ganz genau, welche Kinder in ihrer Gruppe ihnen am besten weiterhelfen können. In einem solchen Fall profitieren beide. Das helfende Kind sogar noch mehr, als das Hilfe suchende Kind. Sollten wir jedoch merken, dass ihr Kind einen Sachverhalt grundsätzlich nicht verstanden hat und eine Hilfestellung während der Pädagogischen Begleitung der Hausaufgaben nicht ausreicht, bitten wir ihr Kind die betreffenden Aufgaben abzubrechen. Wir benachrichtigen Sie und den Lehrer in einem solchen Fall über den Lernbegleiter und dokumentieren dies auch in unseren Unterlagen.

 

Selten kommt es vor, dass Kinder die Gruppe stören. Doch sollten die Kinder auch nach Abzuges des Smileys und einer weiteren Ermahnung ihr Stören nicht einstellen, kann es sein, dass sie für den betreffenden Tag von der Pädagogischen Begleitung der Lernzeit ausgeschlossen werden. Auch in diesem Fall erfolgt eine Benachrichtigung über den Lernbegleiter.

 

Nachhilfe ist vom Gesetzgeber in der OGS nicht vorgesehen, ist nur in einer „eins zu uns eins Situation“ möglich und somit auch nicht von uns zu leisten. Ebenso haben wir mit einer Gruppe von zehn bis zwölf Kindern nicht die Möglichkeit jede Aufgabe auf Richtigkeit zu prüfen. Dies wird zum einen nicht von allen Lehrern gewünscht und zum anderen liegt die letzte Verantwortung für die Hausaufgaben beim Kind und bei den Eltern. Wir verstehen darunter, dass sie sich ebenso wie für das tägliche Lesen üben mit Ihren Kindern, auch täglich fünf bis zehn Minuten Zeit für den Einblick in die Hausaufgaben Ihrer Kinder nehmen.

 

 

 

Ziele der Lernzeit:

 

  • Steigerung der Zuverlässigkeit
  • Steigerung der Arbeitshaltung
  • Anstreben von zunehmender Mündigkeit und Emanzipation
  • Wachsen an Grenzen
  • Lernen Kritik auszuhalten
  • Selbsteinschätzung des eigenen Verhaltens
  • Selbstverantwortung übernehmen
  • Das Lernen lernen
  • Steigerung des Durchhaltevermögens
  • Verbesserung der Frustrationstoleranz
  • Einhalten von Regeln, Abläufen und Ritualen